Seltsam süße Malerei

Seltsam süß

„Seltsam: vom Üblichen abweichend und nicht recht begreiflich; eigenartig, merkwürdig“

„Süß: 1. (gehoben) zart, lieblich klingend und eine angenehme Empfindung hervorrufend 2.(emotional) [hübsch und] Entzücken hervorrufend 3.(emotional, oft gehoben) eine angenehme Empfindung auslösend“

(Quelle: Duden)

Die Ausdrucksform meiner comicartigen Illustrationen ist stark von der Lowbrow-Art und dem Popsurrealismus beeinflusst.  Die ausdrucksstarken Augen bilden das Zentrum der Aufmerksamkeit. Sie nehmen Kontakt zum Betrachtenden auf oder blicken verloren in die Ferne, sind im Moment präsent oder zeitreisen in ihren Gedanken. Was geht in ihren Köpfen vor? Sind sie doch Projektionsflächen der eigenen Ängste und Wünsche. Wie Fremde in Träumen.

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Neues Bild *Oktober 2016

Ich weiss ja nicht wie es anderen so geht, aber in dieser Jahreszeit möchte ich am Liebsten auch ein Winterfell haben. Why not. Kuschelig und versteckig.

Heute habe ich das Bild beendet: „Selbstportrait ohne Ähnlichkeit“ Ich habe es noch nicht aufgehängt und weiss von daher nicht, ob einem die Augen verfolgen (außer vielleicht in den Schlaf). Gemalt habe ich nass-in-nass mit Acrylfarben auf Leinwand (35 x 46 cm) ohne Vorzeichnung oder so.  Inspiriert wurde ich dabei von diesem alten Björk Foto

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Simone und die Ölmalerei

Ich bin immer wieder begeistert, beeindruckt, inspiriert und auch neidisch, wenn ich Arbeiten von Joe Sorren oder Nicoletta Ceccoli sehe. Wie kriegen die das hin? Mit Ölfarbe.

Ich habe zwar bereits früher mal versucht mit Ölfarbe zu malen, habe die Technik jedoch nicht so richtig durchschaut und frustriert aufgegeben. Ich wollte sogar mal einen VHS-Kurs belegen, aber der fiel aus. Dann habe ich versucht mir Wissen aus Büchern anzueignen, was schwierig war, da die für mich richtigen Bücher (also KEIN Stilleben etc.) sich offenbar vor mir verstecken zu scheinen. Aber grundlegendes konnte ich mir aneignen. Also habe ich ein leinwandiges Oval mit weisser Farbe grundiert. Da ich auf der Suche nach meinem Fächerpinsel die Schubladen meiner Ikea-Kommode öffnen mußte, was sich als nervig bis anstrengend erwies, da diese auseinanderfielen bzw sich verkeilt hatten, habe ich gleich die Trocknungszeit damit gefüllt die Schubladen auszuräumen und zu leimen. Als die Oberfläche trocken war, schmirgelte ich sie mit sehr feinem Schmirgel(achwas)papier ab und legte eine neue Schicht auf. Bei der Trockenzeit sollte man die Oberfläche vor Fusseln schützen, habe ich festgestellt. In dieser Zeit machte ich einen riesengroßen Abwasch. Dann wieder schmirgeln und grundieren, wieder trocknen und grundieren. Vier Schichten also, damit die Oberfläche schön glatt ist.

Ich hatte mir schon tagelang Gedanken gemacht, was ich nun malen wollte. Wie so oft kam das Motiv beim Kritzeln.

 

(Ich weiß noch, dass Janelle Monae lief).

Als nächstes begann ich, einen dramatischen Hintergrund zu malen:

Und die Figur folgt:

Erstens kommt es anders und zweitens als man meint. Wie ich mir auch den Kopf verdrehte, so wie auf dem Bild kann man nicht über die Schulter gucken (ich jedenfalls nicht), also mußte ich das wohl oder übel ändern…

Und so sieht es zur Zeit aus. Unvollendet harrt es aus bis ich wieder frei habe und Zeit zum Malen.

Abgesehen davon, dass es mir wirklich schwer fiel, nicht die Ölfarben bei ebay zu verkaufen und dieses Kapitel ein für alle mal zu lassen, ist der Geruchsfaktor ein schwerwiegendes Element. Bei geöffneter Balkontür und in eine Decke gemummelt (und mit leichten Kopfschmerzen) fluchte ich vor mir her und lobpreiste die gute alte Acrylfarbe. Aber dennoch…noch habe ich nicht kapituliert.