Gruppenausstellung: Kosmos

12.02.2012

An einem Freitag im Januar machten wir uns auf den Weg: mein Freund Dirk, unser Mopsmädchen Aina und ich. Vollbepackt mit allerlei Gütern wie Laptop, Näschereien und einem außerirdischen D.J. stapften wir durch den erst eine Woche später darniederliegenden Schnee zur S-Bahn Richtung Altona und verfluchten unseren Unbesitz eines Autos. Wie immer war die Bahn vollgestopft. Aber meine Gedanken waren eh bei der bevorstehenden Vernissage. Werden Leute kommen? Werden wir alles rechtzeitig schaffen? Wird alles gut werden? Werden Leute kommen?

Im ebenfalls vollgestopften Altona ( hallo…Freitagabend…) wehte uns ein starker, eisiger Wind entgegen, aber auch die 100 Meter-Markierung erklommen wir mit Hundegebell in den Ohren und jemand legt mir beruhigend die Hand auf die Schulter…Luis Trenker, nein Louis Armstrong…Neil Armstrong…aber ich schweife ab.

Endlich angekommen wurde kurz verschnauft, dann aufgebaut und nochmal losgeeilt in den nahen Supermarkt, um etwas Nasses für die Kehlen zu besorgen. Nur wieviel? Werden überhaupt Leute kommen?

Doch bei der Rückkehr stellte sich heraus, wir waren nicht allein. Hocherfreut und die blöden Zweifel mal hübsch zementiert in der Elbe versenkend, legten wir los.

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Carmen hatte eine Reihe Astronautensessel besorgt für unseren kosmischen Trip (in der Phantasie geht ja bekanntlich alles). Der Weltraum, unendliche Weiten. Wie kann ein Raum unendlich sein? (Phantasie=Vorstellungskraft hat auch seine Grenzen). Ich gebe mir gerade selber den kleinen Tipp, daß man sich für den Anfang nur einen kleinen Teil von der Unendlichkeit vorzustellen braucht, überschaubar und hirnknotenlos.

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Der Kosmos der Erklärung und freien Rede.

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Der entspannte Freunde-Kosmos

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Nach einer kleinen Stärkung sieht der Kosmos gleich ganz anders aus.

Beinahe alle Anwesenden redeten außerirdisch. Habe ich gedacht. Es stellte sich als eine urtümliche Geheimsprache der Schüler heraus – Hühnersprache oder hühnisch – , die an meiner Schule offenbar unbekannt war. Bei uns wurde direkt die Sprache weggelassen und mittels geheimer Zeichen während des Unterrichts kommuniziert. (Eine primitive Form der Gebärdensprache). In Gedenken an jene Zeit wurde an eine besonders im dörflichen Gebieten weit verbreitete Form der Freizeitbeschäftigung erinnert, der sogenannten Umknickgeschichte. Dann wurde geschrieben und geknickt und geknickt und geschrieben. Entfallen ist mir leider der Inhalt jener „dadaistischer“ Zeilen, die auch sogleich ins hühnische und teilweise ins rückwertsige übersetzt wurden.

Es war also ein überaus amüsanter Abend. Ich danke allen Freunden und Gästen, die da waren!!

Und vor allem Carmen Oberst (die übrigens die obigen Fotos gemacht hat).

Danhandefankehedefe anhandefan diehiedefie Unhundefunterherdeferstützhützdefützunghungdefung!

Sihidefimohodefonehedefe Heinheindefeinzehedefe 😀

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Homunkulus

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Die Trickbetrügerin

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Ich war mal eine Trickbetrügerin

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Gemüter-City

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Die andere Seite

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Entspannte wilde Tiere

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Die wilden Tiere sind müde

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Die Dinger pieken wieder

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Schon wieder dieser Idiot

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Idiotie in rot

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Emotionaler Kosmos goes Boom! – Soon

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Gerne gebe ich meinen Bildern Namen, aber darüber denken oder reden, überlasse ich dem Betrachter selbst.

Zu der Entstehung der Bilder kann ich nur sagen, daß einige während der Enstehung entstanden sind (z.B. Die wilden Tiere sind müde) und andere (z.B. Gemüter-City) schon in meinem Kopf so aussahen. Ein wiederkehrendes Motiv sind die verformten Seifenblasen und die blasenartigen Gebilde mit den kleinen Spitzen. In diesem Kosmos schweben beispielsweise Ängste, Zweifel, Neid, aber auch Zuversicht, Hoffnung und bedingungslose Zuneigung um die Figuren herum wie Radiowellen und werden absorbiert oder abgesondert.

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