Veröffentlicht in über Simone

nur kurz über mich

abgehorcht

Ich bin in einem alten Bauernhaus auf dem norddeutschen Land aufgewachsen, umgeben von Kühen, Schweinen, Enten, Hühnern und vor allem Katzen. Schon seit langen existiert der Hof nicht mehr, außer in meinen Träumen. Tatsächlich ist dieser Ort für mich sehr bedeutungsschwanger, hat etwas gespenstisches und geheimnisvolles. In viele meiner Bilder transportiere ich diese Atmosphäre von kindlicher Phantasiewelt und Düsternis.
Mit ungefähr 16 Jahren habe ich angefangen mit Kohle zu zeichnen, dann mit Pastellkreide und schließlich mit Öl. Ich hatte keine Ahnung wie ich mit den jeweiligen Materialien umgehen sollte, so habe ich die Ölfarben z.B. mit den Fingern vermalt, da die Pinsel nicht so wollten wie ich. Also learning by doing.
Mit Anfang 20 war ich Erziehungshelferin für gehörlose, mehrfachbehinderte Erwachsene. Ich besuchte eine Freundin in Bremen und sie nahm mich häufig mit ins Atelier der Fachhochschule, wo sie Kunsttherapie studierte. Begeistert von der Idee, Kreativität in therapeutische Maßnahmen zu integrieren, bewarb ich mich auch an der FH und zog ich nach Bremen, um Kunsttherapie zu studieren. Nach anderthalb Jahren hatte ich genug von der (extrem) anthroposophischen Einrichtung, die nicht mehr meinem Weltbild entsprach und ging nach Hamburg. Ich suchte mir einen Job in einem Comic-Laden und studierte Illustrationsdesign, wo ich bereits erlernte Techniken weiter entwickeln und neue Arbeitsweisen in mein Repertoire aufnehmen konnte. Zum Beispiel konnte ich mir Wissen über Photoshop und Indesign, sowie Layout, Buchgestaltung, Fotografie und Drucktechniken aneignen.
In dem Comic-Laden arbeite ich immer noch. Neben Bestellungen, Verkauf und Organisation bin ich auch zuständig für den Internetauftritt und die Werbung. Aber mit der Malerei habe ich nie aufgehört. Mittlerweile ist Acrylfarbe mein Steckenpferd. Außerdem gestalte ich mit Polymerclay oder Modelliermasse Figuren für Fotosessions in Stadt und Natur.
In beiden Studiengängen wie auch im Leistungskurs Kunst in der Schule habe ich mich mit der Geschichte der Kunst auseinander gesetzt. Ehrlich gesagt habe ich mich in der Kunst nie um Trends gekümmert, sondern nur um das, was mir gefiel und was mich inspirierte, wie zum Beispiel Marlene Dumas mit ihren sinistren Portraits oder den „Jungen Wilden“, jener Kunstrichtung der frühen 80er Jahre, die sich trotz des angeblichen „Todes der Malerei“ ebendieser widmeten. Eine ganze Weile (bestimmt 5 Jahre) war ich auf der Suche nach neuen Anstößen und fand diese dann endlich als ich in Berlin die Galerie Strychnin für mich entdeckte und somit die Lowbrow Art. Ich habe mich so sehr darin verliebt, dass ich angefangen habe das Blog „Süßkultur“ zu schreiben, da ich im deutschen Raum kaum etwas darüber gefunden habe.
Inspirationsquellen: Björk, Thom Yorke, David Lynch, Spike Jonze, Jim Woodring, Haruki Murakami, Low Brow, Natur, meine Umwelt …

English version:

I grew  up in an old farmhouse in a small village of northern Germany in the seventies and eighties – surrounded by cows, pigs, ducks, chicken and above all: cats. The house does not exist anymore for a long time now, except in my dreams. Actually this place is very pregnant with meaning for me, it has something  eerie and mysterious. In many of my pictures I transport this atmosphere of childhood  imagination and weirdness.

At the age of about 16 I started to draw with coal, then with pastel chalk and finally with oil. I had no idea about how to handle these  materials, so I used my fingers to work with the oil paint because the paintbrushes did not do what I wanted them to do. So learning by doing.

At the beginning of my twenties I was an education assistant for deaf, multiple-handicapped adults. I visited a friend in Bremen and she often took me with her to the studio of the college where she studied art therapy. Inspired by the idea to integrate creativity into therapeutic practice I also applied to that college and moved to Bremen to study art therapy as well. After one and a half year I had enough of the (extremely) anthroposophical facility which did not correspond any more to my world view and I went to Hamburg at the turn of the millennium. I started working at a comic book store and studied illustration design where I was able to develop my skills and absorbed new methods and techniques to my repertoire. I learnt about how to use Photoshop and Indesign as well as layout, photography and printing techniques.

I´m still working at the comic book store. Besides ordering, selling and organizing I am also responsible for the web site and the advertisement. But I never stopped painting. Meanwhile acrylic painting has become my pet issue. Aside from that I love to create figures out of polymer clay or modelling clay and stage them somewhere in town or nature for photographs.

I dealt with the history of art in all of my educations. To tell the truth, I never ever cared about trends in art. I was only looking for what I liked and what inspired me, as for example Marlene Dumas with her sinister portraits or the „Jungen Wilden“, that art movement of the early 80s where the artists devoted themselves  to paint despite the supposed „death of the paintings“. For quite a while (about 5 years) I was looking for new impulses and found them finally when I discovered the gallery Strychnin in Berlin and therefore the Lowbrow art. I have fallen so much in love with the subject that I have started the blog „suesskultur“ (which means sweet or cute culture), because I could hardly find anything about it in Germany.

Sources of inspiration: Björk, Thom Yorke, David Lynch, Spike Jonze, Jim Woodring, Haruki Murakami, Low Brow, Nature, my environment …

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Autor:

Vom Dorf in die Stadt, in eine größere Stadt und in eine noch größere Stadt, dort verweile ich seit der Jahrtausendwende, arbeite in einem Comic-Laden, mache nebenbei...hm...sowas wie Kunst und versuche Menschen auf meine Bilder aufmerksam zu machen (was nicht so leicht ist), habe Krisen, habe Hochflüge, finde Menschen, verliere Menschen, werde von Menschen gefunden, warte auf den Frühling, warte auf den Sommer, ertrage den Winter, denke ohne zu reden, rede ohne zu denken, Erfreuung an neu entdeckter Musik (und an altvertrauter), Inspirierung von außen, Verdrahtung nach innen, Träume sind Schäume (erwache und lache).

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